Wochenrhythmus
Montag beginnt schnell und salzig mit Miso-Butter-Bohnen und Sesam-Reis. Dienstag legt sich ein cremiges Erbsen-Ricotta-Risotto mit Zitrone und Minze weich in die Woche. Mittwoch trägt der Fischabend: Kabeljau in brauner Butter mit Kapern, dazu ein Erbsen-Kartoffelstampf. Donnerstag echte, langsam gebratene Sommer-Ratatouille auf weicher Polenta. Freitag bricht die Woche auf mit einem Bibimbap: warmer Reis, buntes Gemüse, Gochujang, ein Ei. Samstag ist Fleischabend mit Albondigas in Tomaten-Paprika-Sauce und Fladenbrot. Sonntag schließt ein Mezze-Tisch mit Baba Ganoush, Hummus, gerösteten Paprika und Kichererbsensalat — jeder greift selbst zu.
Miso-Butter Grüne Bohnen mit Sesam-Reis und Spiegelei
Schneller, umami-warmer Wochenstart. Grüne Bohnen kurz blanchiert, dann in einer Pfanne mit brauner Butter, weißer Miso-Paste, Knoblauch und Sesamöl geschwenkt bis sie glänzen. Dazu Basmati- oder Jasminreis, geröstete Sesamsamen und ein weich gebratenes Ei pro Person. Fertig bevor jemand zum zweiten Mal fragt, was es gibt.
Für Kinder: Für die Zweijährige die Bohnen kurz vor dem Miso-Schritt herausnehmen und pur mit Butter servieren; Ei und Reis funktionieren fast immer.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 500 g grüne Bohnen, 3 EL Butter, 2 EL weiße Miso-Paste, 2 Knoblauchzehen, 1 TL Sesamöl, 2 EL geröstete Sesamsamen, 400 g Basmati- oder Jasminreis, 5 Eier.
Cremiges Erbsen-Ricotta-Risotto mit Zitrone und Minze
Weich und hell. Risottoreis mit Schalotte im TM6, mit Weißwein oder Zitronensaft abgelöscht, portionsweise Brühe. Am Ende Erbsen (frisch oder tiefgekühlt), Ricotta, viel Zitronenschale, Parmesan und frische Minze unterrühren. Der Reis geht die letzten fünf Minuten von sich aus in seine Form.
Für Kinder: Kinderportion vor dem Zitronenabrieb und der Minze rausnehmen; nur Reis, Erbsen, Ricotta, ein Klecks Butter — das reicht bei den meisten Kleinen ohne Diskussion.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 350 g Risottoreis, 2 Schalotten, 100 ml trockener Weißwein oder Saft von 1 Zitrone, 900 ml Gemüsebrühe, 300 g Erbsen (TK oder frisch), 200 g Ricotta, 60 g Parmesan, 1 Bund Minze, 30 g Butter, Abrieb von 2 Zitronen.
Kabeljau in brauner Butter mit Kapern und Erbsen-Kartoffelstampf
Ein anderer Fischabend als die letzten Lachs-Wochen. Kabeljau-Rücken kurz in Pfanne mit Butter angebraten, bis er glasig ist. Dann Butter nachlegen und braun werden lassen, Kapern und Zitronenspalten hinein, kurz aufschäumen und über den Fisch geben. Dazu ein Stampf aus Kartoffeln und Erbsen mit etwas Milch und Butter, mit einer feinen Muskatnote.
Für Kinder: Kapern gehören nicht auf jeden Teller; Kabeljau ist mild, weich und geht meist auch bei den Kleinen. Der Stampf mit Erbsen zieht die Zweijährige zuverlässig durch.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 4 Kabeljau-Rückenstücke à ca. 150 g, 80 g Butter, 2 EL Kapern, 1 Zitrone, 900 g mehligkochende Kartoffeln, 250 g Erbsen (TK reicht), 100 ml warme Milch, Muskatnuss, Salz, Pfeffer.
Sommer-Ratatouille mit weicher Maisgrieß-Polenta
Eine echte Ratatouille: Aubergine, Zucchini, Paprika, rote Zwiebel, Kirschtomaten, Knoblauch und Thymian einzeln angeschwitzt und dann gemeinsam eingekocht, bis alles weich ineinanderfällt. Dazu eine weiche Polenta mit Butter und Parmesan. Sommer als Teller.
Für Kinder: Polenta mit etwas mehr Butter und Parmesan pur portionieren, dann einen Löffel Ratatouille daneben legen statt darauf; die Aubergine ist der wackeligste Punkt.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 1 große Aubergine, 2 Zucchini, 2 Paprika (rot und gelb), 1 rote Zwiebel, 400 g Kirschtomaten, 3 Knoblauchzehen, 2 Zweige Thymian, 4 EL Olivenöl, 250 g Instant-Maisgrieß, 1 l Milch oder Wasser, 40 g Butter, 60 g Parmesan.
Bibimbap: Reis, Sommergemüse, Gochujang und Spiegelei
Ein neugieriger Freitag. Warmer Reis in tiefen Schalen, darauf Streifen von Karotte, Zucchini, Spinat, Bohnensprossen und Champignons — jedes Gemüse kurz einzeln in Sesamöl gebraten und mit Sojasoße und Sesam abgeschmeckt. Ein Spiegelei on top, ein Löffel Gochujang daneben. Jeder rührt sich seinen Teller selbst zusammen.
Für Kinder: Die Kleinen bekommen Reis, Karotte, Ei und ein bisschen Sojasoße; das Gochujang bleibt auf dem Tisch für die Erwachsenen. Die Freiheit, selbst zu rühren, ist für die Fünfjährige der halbe Spaß.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 400 g Kurzkornreis (Sushi- oder Milchreis, kein Basmati), 3 Karotten, 1 Zucchini, 200 g Blattspinat, 150 g Sojabohnensprossen, 200 g Champignons, 4 EL Sesamöl, 4 EL Sojasoße, 2 EL geröstete Sesamsamen, 5 Eier, 1 Glas Gochujang.
Albondigas in Tomaten-Paprika-Sauce mit Fladenbrot und griechischem Salat
Das Fleischgericht der Woche und einer der bewährten Familienanker. Kleine Hackbällchen aus Rind und Schwein mit Semmelbröseln, Ei, Zwiebel und Knoblauch, kurz in der Pfanne angebraten, dann in einer Sauce aus geschmorten roten Paprika, gehackten Tomaten, Kreuzkümmel und geräuchertem Paprikapulver fertig gegart. Dazu warmes Fladenbrot und ein einfacher griechischer Salat aus Tomate, Gurke, Feta, Oliven und roter Zwiebel.
Für Kinder: Die Bällchen sind für die Kleinen zuverlässig; Sauce nur als Klecks daneben, damit sie sie selbst entdecken können. Fladenbrot ist das Vehikel, mit dem alles auf dem Teller endet.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse Bällchen: 500 g gemischtes Hack, 50 g Semmelbrösel, 1 Ei, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Salz und Pfeffer. Sauce: 2 rote Paprika, 1 Dose gehackte Tomaten 400 g, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 TL Kreuzkümmel, 2 TL geräuchertes Paprikapulver (Pimentón), 1 EL Rotweinessig, 3 EL Olivenöl. Salat: 3 Tomaten, 1 Gurke, 1 rote Zwiebel, 200 g Feta, 1 Handvoll Kalamata-Oliven.
Sommer-Mezze: Baba Ganoush, Hummus, geröstete Paprika, Kichererbsensalat, Fladenbrot
Sonntag als offener Tisch. Zwei Auberginen im Ofen bei 220 °C rösten, bis die Haut schwarz ist, dann mit Tahin, Zitrone, Knoblauch und Olivenöl zu Baba Ganoush pürieren. Zwei rote Paprika im selben Ofen mitrösten, häuten und mit gutem Öl marinieren. Frischer Hummus (oder ein guter gekaufter aufgepeppt mit Zitrone und Kreuzkümmel), ein einfacher Kichererbsensalat mit roter Zwiebel, Petersilie und Zitrone. Warme Fladenbrote in der Mitte des Tisches. Jeder greift selbst zu.
Für Kinder: Hummus mit Fladenbrot ist meist der sichere Anker; Paprikastreifen und Gurkenstiften dazu. Baba Ganoush bleibt für die Erwachsenen.
Hinweis: Eigenes Hausrezept, kein externer Link. Verhältnisse: 2 große Auberginen, 2 rote Paprika, 3 EL Tahin, 1 Zitrone, 3 Knoblauchzehen, 6 EL Olivenöl, 1 Dose Kichererbsen 400 g, 1 rote Zwiebel, 1 Bund Petersilie, 1 Becher Hummus (250 g), 8 Fladenbrote, 1 Gurke, 1 TL Kreuzkümmel gemahlen.
Zwei einfache Mittagslösungen
- Samstag: Klassische spanische Tortilla mit Kartoffeln und Zwiebeln, dazu ein Rucola-Karotten-Salat mit Zitrone und Olivenöl. Warm oder kalt, immer verlässlich.
- Sonntag: Focaccia mit Sommertomaten, Büffel-Mozzarella, Basilikum und gutem Öl. Dazu rohes Sommergemüse — Radieschen, Gurke, Kirschtomaten — direkt vom Brett.
Sonntags-Prep in 30 Minuten
- Grüne Bohnen für Montag heute Abend putzen und in einem Behälter im Kühlschrank halten — spart Montag 10 Minuten
- Basmati- oder Jasminreis für Montag sowie Kurzkornreis für Freitag prüfen; Sesamsamen einmal in der trockenen Pfanne rösten und in ein Glas füllen
- Erbsen aus dem Tiefkühler in den Kühlschrank stellen (Dienstag Risotto und Mittwoch Stampf)
- Zitronen alle in einer Schale sichtbar stapeln — die Woche verbraucht viel Abrieb und Saft
- Paprika für Samstag Albondigas schon Freitag Abend halbieren und im Kühlschrank bereithalten
- Aubergine für Sonntag am Samstag früh in den Ofen legen und ausdampfen lassen; das Baba Ganoush baut sich in fünf Minuten zusammen
- Gochujang, Sesamöl und Miso einmal aus dem Regal vorziehen und griffbereit stellen — Montag und Freitag hängen daran
Saisonlogik dieser Woche
Ende Juli und Anfang August in den Niederlanden: Aubergine, Zucchini, Paprika, Kirschtomaten, grüne Bohnen, Erbsen (frisch), neue Kartoffeln, Salatgurke, Radieschen, Petersilie, Basilikum, Minze und Thymian stehen in ihrer besten Woche. Die Woche zieht Aubergine, Paprika und Erbsen bewusst nach vorne, weil sie im vorherigen Wochenplan zu leise waren, und lässt Tomaten und Zucchini nicht mehr die Hauptrolle spielen.
Referenzen: Voedingscentrum und Velt.